Englisch hat einen riesigen Wortschatz, eine Schreibung, die selten zur Aussprache passt, und Hunderte Phrasal Verbs. Eine gute App muss deshalb mehr können, als Karteikarten zu zeigen. Sie sollte jedes Wort zurückbringen, bevor du es vergisst, und es dir in echten Sätzen zeigen, bis du es selbst verwenden kannst. So gehen fünf bekannte Apps mit englischem Wortschatz um, und diese solltest du wählen.
14. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit
Was englische Wörter schwer macht
- Schreibung und Aussprache weichen ab. Du musst jedes neue Wort hören, nicht nur lesen.
- Phrasal Verbs und Kollokationen. get up, put off, make a decision: Die Bedeutung steckt in den Verbindungen.
- Viele Synonyme. big, large, huge: Der Unterschied zeigt sich erst im Kontext.
- Ein großes Ziel. Etwa 3.000 Wörter für B1 und 4.000 für C1.
1. NewLexi
Genau für diese Probleme gemacht. Füge Wörter aus einem Foto deines Lehrbuchs, einem Text, einer Serie, Anki oder Quizlet hinzu oder generiere ein Set zu jedem Thema oder direkt für eine Prüfung. Jedes Wort bekommt verteilte Wiederholung und kommt in Geschichten und Dialogen auf deinem Niveau mit Audio zurück, so hörst du die Aussprache und siehst Phrasal Verbs und Kollokationen in echten Sätzen. Grammatiklektionen, ein Schreibtrainer mit KI-Feedback und spielerische Elemente stecken im selben Tagesplan.
- Ideal für: alle, die Englisch lernen: Schule, Uni, IELTS, Beruf, Reisen.
- Kostenlos: verteilte Wiederholung aller deiner Wörter, Übersetzer und Import, ohne Werbung.
Kostenlos, ohne Werbung- Verteilte Wiederholung für alle deine Wörter
- Der Übersetzer
- Wörter aus einem Foto, einem Text, einer Datei, Anki und Quizlet
- Alles, was du schon generiert hast
- Wortsets, die dir deine Lehrkraft teilt
NewLexi Pro- Wortsets automatisch zu jedem Thema und Niveau erstellt
- Wir schreiben Geschichten und Dialoge aus deinen Wörtern für dein Niveau (so viele du willst)
- Grammatiklektionen und Übungen
- KI-Chat und Grammatiktrainer
- Aufgaben im Tagesplan mit deinen Wörtern
Das Jahresabo hat eine kostenlose Testphase, so kannst du alle Pro-Funktionen ausprobieren, bevor du zahlst.
2. Anki
Flexible Karteikarten mit riesigen geteilten Englisch-Decks. Starker Algorithmus, aber Karten und Kontext baust du selbst, und die iOS-App kostet Geld.
- Ideal für: alle, die gern alles selbst einstellen.
→ NewLexi vs Anki im Detail
3. Quizlet
Fertige Englisch-Sets für jedes Lehrbuch und jede Prüfung. Gut zum Pauken vor dem Unterricht, schwächer fürs Langzeitgedächtnis.
- Ideal für: Schule und Uni.
→ NewLexi vs Quizlet im Detail
4. Duolingo
Ein spielerischer Englischkurs. Baut eine Gewohnheit auf, aber die Wörter kommen in der Reihenfolge des Kurses und eigene kannst du nicht hinzufügen.
- Ideal für: Anfänger, die eine tägliche Gewohnheit brauchen.
→ NewLexi vs Duolingo im Detail
5. Memrise
Englischkurse mit Videos von Muttersprachlern. Gut, um echte Sprache zu hören; die meisten Funktionen gibt es in Pro.
- Ideal für: alle, die gern mit Videos lernen.
→ NewLexi vs Memrise im Detail
Wie du Wörter auf Englisch dauerhaft behältst: 9 Tipps, die wirklich helfen
- Nimm nur so viele neue Wörter auf, wie du wiederholen kannst. Bei verteilter Wiederholung pendeln sich die täglichen Wiederholungen bei etwa dem 5–10-Fachen deiner neuen Wörter pro Tag ein. 10 neue Wörter am Tag bedeuten etwa 50–100 Wiederholungen, rund 15–20 Minuten. Dauern die Wiederholungen länger, nimm ein paar Tage lang weniger neue Wörter auf, statt Wiederholungen auszulassen.
- Wähle Wörter nach deinem Ziel, nicht aus einer beliebigen Liste. Ein Wort, dem du im nächsten Monat nicht begegnest, verblasst wahrscheinlich. Lerne den Wortschatz deiner Prüfung, deines Jobs oder der Serie, die du schaust, und heb dir den Rest für später auf.
- Prüfe Betonung und Laute jedes neuen Wortes. Im Englischen verrät die Schreibung selten die Aussprache, und die Betonung kann sogar die Wortart ändern: REcord ist ein Nomen, reCORD ein Verb. Hör dir das Wort an und sprich es laut nach, bevor du es hinzufügst.
- Lerne ein Wort zusammen mit seinen Nachbarn. Schreib dir den Ausdruck auf, in dem du das Wort gefunden hast, nicht nur das Wort allein. Muttersprachler sagen „heavy rain“, nicht „strong rain“, und das lernst du nur aus echten Wortverbindungen.
- Erst erinnern, dann prüfen. Bevor du eine Karte umdrehst, sag die Antwort laut oder im Kopf. Der Versuch, dich zu erinnern, stärkt das Gedächtnis viel mehr als erneutes Lesen der Antwort (Karpicke und Roediger, 2008), auch wenn der Versuch scheitert.
- Bilde einen eigenen Satz über dein Leben. Wörter, die du in einem selbst ausgedachten Satz verwendest, merkst du dir besser als Wörter, die du nur liest (Generierungseffekt). „I have to make a decision about my flat“ bleibt besser hängen als ein Beispiel aus dem Wörterbuch.
- Begegne jedem Wort etwa zehnmal in verschiedenen Texten. Studien deuten darauf hin, dass ein Wort etwa zehn Begegnungen braucht, um sich zu festigen (Webb, 2007). Karteikarten liefern einen Teil davon, der Rest sollte aus Lesen und Hören kommen.
- Lies Texte, in denen du 98% der Wörter kennst. Auf diesem Niveau verstehst du einen Text ohne Wörterbuch und erschließt neue Wörter aus dem Kontext (Hu und Nation, 2000). Ein Text, in dem jedes fünfte Wort neu ist, ermüdet und bringt weniger.
- Lerne ähnliche Wörter nicht am selben Tag. Wörter aus einer engen Gruppe, etwa alle Farben oder links und rechts, geraten durcheinander, wenn du sie zusammen lernst (Tinkham, 1993). Verteile sie auf mehrere Tage und lerne Wörter lieber nach Themen.
In NewLexi passiert das meiste davon von selbst: Der Tagesplan hält neue Wörter und Wiederholungen im Gleichgewicht, jede Karte lässt dich erst erinnern und zeigt dann die Antwort, aus deinen Wörtern werden Geschichten und Dialoge speziell für dich auf deinem Niveau geschrieben, sodass du ihnen immer wieder begegnest, und der Schreibtrainer prüft die Sätze, die du dir ausdenkst.
Bereitest du dich auf IELTS vor? Nimm die Academic Word List (Coxhead, 2000) dazu: 570 Wortfamilien, die in akademischen Texten aller Fächer vorkommen. Mehr dazu: wie viele Wörter du für IELTS 6.5 und 7.0 brauchst.
Quellen
- Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T., & Rohrer, D. (2006). Distributed practice in verbal recall tasks. Psychological Bulletin, 132(3), 354–380. doi.org/10.1037/0033-2909.132.3.354
- Anki Manual. docs.ankiweb.net
- Quizlet. quizlet.com
- Duolingo. www.duolingo.com
- Memrise. www.memrise.com
- Karpicke, J. D., & Roediger, H. L. (2008). The critical importance of retrieval for learning. Science, 319(5865), 966–968. doi.org/10.1126/science.1152408
- Slamecka, N. J., & Graf, P. (1978). The generation effect: Delineation of a phenomenon. Journal of Experimental Psychology: Human Learning and Memory, 4(6), 592–604. doi.org/10.1037/0278-7393.4.6.592
- Webb, S. (2007). The effects of repetition on vocabulary knowledge. Applied Linguistics, 28(1), 46–65. doi.org/10.1093/applin/aml048
- Hu, M., & Nation, I. S. P. (2000). Unknown vocabulary density and reading comprehension. Reading in a Foreign Language, 13(1), 403–430. nflrc.hawaii.edu/rfl/item/253
- Tinkham, T. (1993). The effect of semantic clustering on the learning of second language vocabulary. System, 21(3), 371–380. doi.org/10.1016/0346-251X(93)90027-E
- Coxhead, A. (2000). A new academic word list. TESOL Quarterly, 34(2), 213–238. doi.org/10.2307/3587951
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