Warum gerade 3.000 Wörter
In der Studie von Milton und Alexiou (2009) erkannten Englischlernende auf B1 etwa 2.750–3.250 der 5.000 häufigsten Wörter. Deshalb sind 3.000 Wörter ein gutes Ziel für B1: Du kannst dich über vertraute Themen unterhalten, den Kern eines einfachen Textes verstehen und kommst auf Reisen zurecht.
Die Forschung zur gesprochenen Sprache zeigt in dieselbe Richtung. Adolphs und Schmitt (2003) kamen zu dem Ergebnis, dass 2.000 Wortfamilien für Alltagsgespräche nicht reichen, während etwa 3.000 Wortfamilien rund 95% der Wörter im gesprochenen Englisch abdecken. Eine Wortfamilie ist ein Wort mit all seinen Formen: work, works, worked, worker. Für müheloses Verstehen braucht man mehr: Nation (2006) schätzt 6.000–7.000 Wortfamilien für 98% der gesprochenen Sprache. 3.000 Wörter sind also nicht das Ziel, sondern der Punkt, an dem die Sprache anfängt, für dich zu funktionieren.
Die Zahlen stammen aus dem Englischen; für andere Sprachen sind sie ein Richtwert, keine exakte Zahl. Mehr dazu: wie viele Wörter man für A1–B2 braucht und wie viele Wörter man für B1 braucht.
Wie viele Wörter am Tag: Plan für 3, 6 und 12 Monate
Teile 3.000 durch die Zahl der Tage: 90, 180 oder 365. Die Wiederholungen in der Tabelle sind eine Schätzung: Bei verteilter Wiederholung hast du, sobald das System eingespielt ist, meist 5- bis 10-mal so viele Wiederholungen wie neue Wörter. Das Anki-Handbuch nennt ein ähnliches Beispiel: 20 neue Karten am Tag führen mit der Zeit zu etwa 200 Wiederholungen am Tag.
| Plan | Neue Wörter am Tag | Wiederholungen am Tag (Schätzung) | Zeit am Tag |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 33 | 170–330 | 50–75 Min. |
| 6 Monate | 17 | 85–170 | 25–40 Min. |
| 12 Monate | 8 | 40–80 | 12–20 Min. |
Die Zeit geht von etwa einer Minute pro neuem Wort aus (Beispiel lesen, anhören, laut nachsprechen) und 6–8 Sekunden pro Wiederholung. In den ersten Wochen gibt es wenige Wiederholungen, der Höhepunkt kommt in der zweiten Hälfte des Plans. Für die meisten ist der 6-Monats-Plan die beste Wahl: Eine halbe Stunde am Tag hältst du ohne Pausen durch. Der 3-Monats-Plan passt, wenn du täglich eine Stunde hast und ein dringendes Ziel, etwa einen Umzug ins Ausland. Wie lange ein ganzes Niveau dauert, nicht nur der Wortschatz, liest du unter wie lange man bis B1 und B2 braucht.
Der 6-Monats-Plan Woche für Woche
Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo: zuerst die häufigsten Wörter, die in jedem Text und Gespräch vorkommen, danach deine eigenen Themen. Damit alles in 24 Wochen passt, brauchst du etwa 18 Wörter am Tag. Die letzten zwei Wochen sind Puffer für ausgefallene Tage und einen Test.
| Wochen | Was du lernst | Wörter insgesamt am Ende des Blocks |
|---|---|---|
| 1–4 | Die häufigsten Wörter: Pronomen, Grundverben (sein, haben, wollen, gehen), Zahlen, Uhrzeit, Familie, Essen | 500 |
| 5–8 | Alltag: Wohnung, Stadt, Einkaufen, Verkehr, Wetter, Gesundheit | 1.000 |
| 9–12 | Menschen und Gefühle, Arbeit und Studium, Reisen, Verbindungswörter (weil, obwohl, deshalb) | 1.500 |
| 13–16 | Deine Themen: Beruf, Hobbys, Umzug, alles, worüber du jede Woche sprichst | 2.000 |
| 17–20 | Meinungen und Nachrichten, Gesellschaft, feste Wortverbindungen | 2.500 |
| 21–24 | Wörter für dein Ziel: Prüfung, Arbeit, Studium; abstrakterer Wortschatz | 3.000 |
| 25–26 | Wenige oder keine neuen Wörter: Wiederholung, Wortschatztest, Lesen | 3.000 |
Prüfe jeden Block in der Praxis: Versuch am Ende der vier Wochen, ein paar Minuten über das Thema zu sprechen oder einen kurzen Text zu schreiben.
So wiederholst du, damit Wörter bleiben
- Mit Abständen. Über die Zeit verteilte Wiederholungen bleiben besser hängen als die gleiche Zahl an Wiederholungen am Stück (Metaanalyse von Cepeda und Kollegen, 2006). Ein Wort kommt nach einem Tag wieder, nach ein paar Tagen, nach einer Woche und später. Wie das funktioniert: verteilte Wiederholung und der SM-2-Algorithmus.
- Abrufen statt nachlesen. Im Experiment von Karpicke und Roediger (2008) behielten Studierende die Wörter nach einer Woche am besten, wenn sie sie aktiv aus dem Gedächtnis abriefen, und nicht, wenn sie sie nur erneut lernten.
- Wörter im Kontext lernen. Lern ein Wort im Satz und mit Aussprache: „eine Entscheidung treffen“ statt nur „Entscheidung“. So lernst du gleich mit, wie man es verwendet.
- Erst wiederholen, dann Neues. Wenig Zeit? Mach die Wiederholungen und lass die neuen Wörter weg. Umgekehrt funktioniert es nicht.
Wie NewLexi dir hilft, 3.000 Wörter zu lernen
- Ein Plan für jeden Tag. Die App stellt eine Portion neuer Wörter und die fälligen Wiederholungen zusammen, du öffnest einfach den Plan und legst los.
- Wortlisten direkt im Chat. Bitte um Wörter nach Thema, Niveau oder Prüfung, etwa „B1-Wörter zum Reisen“ oder „Wortschatz fürs Vorstellungsgespräch“, und du bekommst eine fertige Liste, schon nach Kategorien sortiert.
- Wörter im Kontext mit Beispielen, Audio und verteilter Wiederholung.
- Geschichten und Dialoge für dein Niveau, geschrieben mit deinen Wörtern, damit du sie in echten Texten wiederfindest.
- Grammatik von A1 bis C2 mit Lektionen und Übungen, Sätze bauen und Schreibtraining mit sofortigem Feedback der KI.
- KI-Chat zum Üben von Gesprächen.
- Import von Wörtern per Foto, aus Anki oder Quizlet, dazu Widgets für den Sperrbildschirm, damit du zwischendurch wiederholst.
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