Auf einen Blick
Was dir leichtfallen wird
Wer ein Dutzend Verbindungen wie ci, che, gli und gn kennt, kann jedes Wort vorlesen. Das gerollte r kennen viele aus süddeutschen, österreichischen oder Schweizer Dialekten.
Nomen und Artikel ändern sich nur nach Geschlecht und Zahl. Statt Genitiv und Dativ gibt es Präpositionen: il libro di Marco, do il libro a Marco.
Pasta, espresso, piano und allegro kennst du schon. Auch Konto, Saldo, brutto und netto stammen aus dem Italienischen, aus der Blütezeit der italienischen Banken.
Was schwer wird
Jede Zeit hat sechs Endungen, und das Pronomen fällt meist weg: parlo heißt „ich spreche“. Dazu kommen unregelmäßige Verben wie essere, andare und fare.
Ob „ich habe gegessen“ oder „ich aß“, ist im Deutschen oft eine Stilfrage, im Italienischen nicht: ho mangiato ist abgeschlossen, mangiavo Hintergrund oder Gewohnheit. Dazu kommt der Congiuntivo: credo che sia vero.
Doppelte Konsonanten klingen länger und ändern die Bedeutung: nono (neunter) und nonno (Opa). Und sono beginnt mit dem scharfen s aus „Haus“, nicht mit dem weichen aus „Sonne“.
Deine ersten 10 Sätze
| Satz | Aussprache | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ciao! | tschau | Hallo / Tschüss |
| Buongiorno | buon-DSCHOR-no | Guten Morgen / Guten Tag |
| Grazie mille | GRA-zje MIL-le | Vielen Dank |
| Per favore | per fa-WO-re | Bitte |
| Mi scusi | mi SKU-si | Entschuldigung (höflich) |
| Quanto costa? | KWAN-to KOS-ta | Was kostet das? |
| Dov’è il bagno? | do-WE il BAN-jo | Wo ist die Toilette? |
| Non capisco | non ka-PIS-ko | Ich verstehe nicht |
| Può parlare più piano? | pwo par-LA-re pju PJA-no | Können Sie langsamer sprechen? |
| Un caffè, per favore | un kaf-FE, per fa-WO-re | Einen Espresso, bitte |
Von A1 bis B2: was du auf jedem Niveau lernst
- A1
Artikel und Genus, essere und avere, Präsens, Zahlen, rund 1.000 der häufigsten Wörter.
- A2
Passato prossimo mit avere und essere, reflexive Verben, Präpositionen mit Artikel (del, nel, sul), Futur.
- B1
Imperfetto und passato prossimo im Vergleich, Konditional, die Pronomen ne und ci, rund 3.000 Wörter.
- B2
Congiuntivo in allen Zeiten, Zeitenfolge, Umgangssprache und Redewendungen, 3.500 Wörter und mehr.
Wie lange es dauert, Italienisch zu lernen
Laut dem Foreign Service Institute (FSI) der USA brauchen englische Muttersprachler etwa 24 Wochen intensiven Unterricht, um auf Italienisch professionell arbeiten zu können. Je näher die Sprache deiner Muttersprache ist, desto kürzer der Weg.
Mehr zur Lerndauer: Wie lange dauert es, eine Sprache bis B1 und B2 zu lernen?.
Dein erster Monat, 15–20 Minuten am Tag
Ausspracheregeln samt Doppelkonsonanten und die 100 häufigsten Wörter. Jeden Tag 10 Minuten Karteikarten und 5 Minuten lautes Lesen.
Essere und avere, Artikel, einfache Sätze über dich. Fang an, kurze Dialoge zu hören.
Präsens der Verben auf -are, -ere und -ire. Schreib jeden Tag drei Sätze über deinen Tag.
Erste Geschichten auf A1-Niveau und 300 Wörter in der Wiederholung. Versuch, fünf Minuten mit Muttersprachlern oder im Chat zu sprechen.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
Das Geschlecht passt oft nicht: il sole (die Sonne), la luna (der Mond), la macchina (das Auto). Ein Neutrum gibt es nicht.
Das Alter wird mit avere angegeben: ho 30 anni, wörtlich „ich habe 30 Jahre“. Ebenso ho freddo, „mir ist kalt“.
Reflexive Verben bilden das passato prossimo mit essere: mi sono lavato. Ebenso è piaciuto und è costato, anders als „hat gefallen“, „hat gekostet“.
Caldo heißt „heiß“: Am Wasserhahn steht C für caldo. Cantina ist der Keller, morbido heißt „weich“.
Schon gewusst?
- Das heutige Italienisch geht auf das Florentinische zurück, in dem Dante im 14. Jahrhundert die „Göttliche Komödie“ schrieb.
- Das Wort Kartoffel kommt vom italienischen tartufolo, „kleiner Trüffel“: Die Knolle erinnerte an Trüffel.
- In der Schweiz ist Italienisch eine der vier Landessprachen, in Südtirol sind Deutsch und Italienisch gleichberechtigte Amtssprachen.
Prüfungen für Italienisch
Die wichtigsten internationalen Zertifikate: CILS, CELI, PLIDA. Viele davon ordnen ihre Stufen dem GER von A1 bis C2 zu.
→ Italienisch B1 für die italienische Staatsbürgerschaft: Prüfung, Zertifikate, Vorbereitung
Wie NewLexi dir hilft, Italienisch zu lernen
- Wörter zu deinen Themen. Karten auf Italienisch werden auf Wunsch erstellt oder aus Übersetzer, Text, Foto oder Datei übernommen.
- Verteilte Wiederholung für jedes Wort und vier Beherrschungsstufen.
- Geschichten und Dialoge auf Italienisch auf deinem Niveau, mit deinen Wörtern geschrieben; tippe auf ein Wort für die Übersetzung.
- Italienisch-Grammatik von A1 bis C2, Schreibtrainer mit KI-Korrektur und Chat.
- Karten auf dem Sperrbildschirm und iPhone-Widgets, um Wörter zwischendurch zu wiederholen.
FAQ
Ist Italienisch für Deutschsprachige schwer?
Der Einstieg ist leicht: Lesen und Aussprache gehen schnell, Fälle gibt es keine. Die meiste Arbeit steckt in Verbformen, Vergangenheitszeiten und Congiuntivo.
Wie lange dauert es bis B1?
Als Richtwert gelten 350–400 Stunden, etwa ein Jahr bei einer Stunde am Tag. Mit Latein, Französisch oder Spanisch geht es meist schneller.
Welches Zertifikat soll ich machen?
CILS, CELI oder PLIDA: Alle drei sind in Italien anerkannt. Für die Einbürgerung ist B1 nötig, für ein Studium auf Italienisch meist B2.
Hilft mir Latein aus der Schule?
Ja: Viele Wortstämme und grammatische Grundideen kennst du dann schon. Hören und Sprechen musst du trotzdem von Anfang an üben.